Figurenopfer in der Abtauschvariante

In der Abtauschvariante der Niemzowitschverteidigung gibt es ein riskant-schönes Opfermotiv: der schwarze Läufer auf g4 bleibt nach weißem h2-h3 einfach stehen! Schlägt Weiß ihn, landet der schwarze Königsspringer auf g4 und droht zusammen mit der Dame auf h5 schweren Angriff auf h2.

In der folgenden Schnellschachpartie (10+0) auf Lichess war diese Idee gegen einen starken Gegner auch in ungünstiger Ausgangsposition fast erfolgreich:

DKS-Datenbank für club player aktualisiert (V1.1 Mai 2017)

The Dark Knight System (DKS) ist ein Erföffnungssystem weniger für Titelträger (zumindest wird es von Meisterpielern eher selten angewandt) als vielmehr für normalsterbliche Schachspieler, die sogenannten club player.

Auf diesem Level habe ich DKS bereits vor 30 Jahren gespielt, zur Zeit ausschließlich online. Über 500 Partien (Blitz und Schnellschach), die ich zwischen Oktober 2016 und Mai 2017 auf Lichess gespielt habe, habe ich in der folgenden Datenbank (unkommentiert) zusammengefasst. Natürlich sind diese Partien voller Fehler, doch bieten sie einen Eindruck, was einem im DKS auf diesem Spiel-Niveau so alles aufs Brett kommen kann. Um ein bisschen Appetit zu machen: die Punktausbeute mit Schwarz liegt in dieser Datenbank (weiterhin) bei über 75% 😉 !

Die ZIP-Datei enthält die Datenbank im Chessbase-Format CBV. Wer Chessbase nicht besitzt, kann sich hier den kostenlosen Chessbase-Reader herunterladen.

Zum Download der Datenbank:

DKS-Datenbank für club player

The Dark Knight System (DKS) ist ein Erföffnungssystem weniger für Titelträger (zumindest wird es von Meisterpielern eher selten angewandt) als vielmehr für normalsterbliche Schachspieler, die sogenannten club player.

Auf diesem Level habe ich DKS bereits vor 30 Jahren gespielt, zur Zeit ausschließlich online. Über 400 Partien (Blitz und Schnellschach), die ich zwischen Oktober 2016 und April 2017 auf Lichess gespielt habe, habe ich in der folgenden Datenbank (unkommentiert) zusammengefasst. Natürlich sind diese Partien voller Fehler, doch bieten sie einen Eindruck, was einem im DKS auf diesem Spiel-Niveau so alles aufs Brett kommen kann. Um ein bisschen Appetit zu machen: die Punktausbeute mit Schwarz liegt in dieser Datenbank bei über 75% 😉 !

Die ZIP-Datei enthält die Datenbank im Chessbase-Format CBV. Wer Chessbase nicht besitzt, kann sich hier den kostenlosen Chessbase-Reader herunterladen.

Zum Download der Datenbank:

 

 

The Dark Knight gegen 1.Sf3

The Dark Knight System lässt sich gegen (fast) alles spielen, selbstverständlich auch gegen 1.Sf3. Dabei geht die Partie häufig in die Tschigorin-Verteidigung über, muss aber nicht. Schwarz kann auch auf d7-d5 verzichten, stattdessen d7-d6 und Lc8-g4 spielen und versuchen, frühzeitig e7-e5 durchzudrücken.

Hier ein Partiebeispiel von heute in einer 3+0 Blitz-Partie gegen einen Gegner jenseits der 2.100-Grenze (gespielt auf Lichess). Lichess bietet die schöne Möglichkeit, eigene Partien und Studien gleich per HTML-Code in die eigene Website einzubinden (was ich hiermit erstmals ausprobiere).

Das schönste Matt-Bild im Dark Knight System

Das schönste Matt-Bild im Dark Knight System gelingt leider nur mit etwas Mithilfe des Gegners, was der Ästhetik aber keinen Abbruch tut. Und es kommt tatsächlich in der Praxis (zugegebermaßen vor allem in Blitzpartien) immer wieder vor. Wie gestern in einer Blitzpartie gegen einen (nach Rating deutlich schwächeren) Gegner, der eigentlich nur natürlich erscheinende Züge machte, bis er das Matt mitten auf dem Brett übersah.

Das es (ohne Variantenkenntnis) gar nicht so einfach für Weiß ist, seinen Springer aus der Ecke zu befreien, beweist eine heute gespielte Blitzpartie (5+0):

Betrügen im Online-Schach – eine neue Dimension?

Betrügen (neu-deutsch cheaten) im Online-Schach ist ein altes Thema. Da niemand den Online-Spieler beobachtet (von ganz wenigen Turnieren mit Webcam einmal abgesehen) ist es diesem grundsätzlich möglich, während der Partie Hilfsmittel zu benutzen – vom Theoriebuch angefangen bis zur Engine-Nutzung.

Die Verantwortlichen der Schach-Server versuchen mit unterschiedlichen (in der Regel nicht dokumentierten) Methoden dem Cheaten Einhalt zu gebieten. Manche dieser Methoden sind gut gemeint, aber nervend: Wer beim Spielen gelegentlich in seinen PC Musikplayer wechselt, um seine Hintergrundmusik zu ändern, wird nicht selten des Cheatens verdächtig (das Schachprogramm stellt offensichtlich einen Fenster-Wechsel fest und unterstellt einfach, man habe in ein Schachprogramm gewechselt). Sinnvoller und effektiver sind dagegen Analysen gespielter Partien seitens des Schachserver, um Auffälligkeiten festzustellen und – sofern gefunden – die Partien des betroffenen Spielers intensiver zu untersuchen. So sind die Turnierergebnisse bei Grand-Prix-Turnieren in der FIDE Online Arena nach Turnierschluss zunächst provisorisch, erst nach einer – mehrstündigen – Analyse wird das offizielle Turnierergebnis veröffentlicht.

Jegliches Cheaten ist selbstverständlich verboten, verstößt gegen jeden Fair-play-Gedanken – und macht letztlich auch keinerlei Sinn. Im Online-Schach gibt es in der Regel nicht mehr zu gewinnen als die persönliche Befriedigung über die eigene Leistung. Welche Art von Befriedigung gewinnt ein Spieler, der gar nicht selbst spielt?

Offensichtlich scheint es aber einen Markt für cheating im Online-Schach zu geben. Zumindest sind wohl die Betreiber einer neuen Website davon überzeugt, denn diese bieten das ultimative Werkzeug für Cheater an: ein kompletter Schach-Bot, den man in nahezu jeden Schachserver einklinken kann und der dann für den eigenen Account spielt. Technisch ist das nichts anderes, als dass dieses Programm eine Verbindung zwischen dem eigenen Spieler-Account und einer Engine auf dem PC herstellt. So weit so trivial – und so anstößig wie nur irgendetwas im Schach.

Was die Macher dieser Software bezwecken ist klar: Der Bot kostet Geld. Was einen potentiellen Nutzer dieser Betrugssoftware antreibt vermag ich nicht nachzuvollziehen.

Die Macher legen im Übrigen einen gewissen Wert auf Anonymität. Zumindest sucht man ein Impressum auf ihrer Website vergeblich. Eine Spur gibt es zumindest, denn die Domain der Website ist (Whois-Abfragen sind hier hilfreich) registriert auf einen Sergei Kudrin in Tambov (Russland). Die Namensgleichheit mit dem aus Russland stammenden US-Großmeister Sergey Kudrin ist sicherlich zufällig (will ich zumindest hoffen).

Nichtsdestotrotz sollten die Verantwortlichen der Schach-Server diese Bedrohung erst nehmen und reagieren. Dabei haben sie genügend Möglichkeiten: Technisch sollte es möglich sein, die Schwachstellen dieses Bots festzustellen und die eigene Schachsoftware dagegen abzusichern (Parallelen bei anderen Online-Spielen wie etwa dem weit umsatzstärkeren Online-Poker zeigen, dass man einem technischen Angriff durchaus wirkungsvoll mit technischen Abwehrmaßnahmen begegnen kann). Darüber hinaus sollten die Verantwortlichen der Schach-Server mit weiteren (ggf. auch juristischen) Aktivitäten gegen die Betreiber der Website vorgehen: Eine kommerzielle Website ohne Impressum ist zumindest im deutschen Rechtsraum abmahnfähig (Al Capone wurde bekanntlich auch nicht wegen seiner schwerer wiegenden Verbrechen, sondern wegen Steuerhinterziehung erwischt und verurteilt 😉 ). Eine (ladefähige) Adresse findet sich in der o. g. Whois-Abfrage zur Domain der Website.

Damenjagd

In einer Fast-Blitzpartie (3 min) gelang mir gestern eine schöne Damenjagd mit beiden dark knights (gegen einen deutlich stärkeren Gegner, der mich in den weiteren Blitzpartien dieser session auch deutlich in die Schach-Schranken wies 🙂 ).